Wir werden weiterhin unsere Arbeit machen

Unser Bürgerbegehren ist formalrechtlich gescheitert, es wird keinen Bürgerentscheid geben. Wir hätten das demnach vor 5 Jahren machen müssen, nach dem sogenannten Aufstellungsbeschluss. Vor 8 Wochen, das war ein Offenlegungsbeschluss. Dumm gelaufen. Morgen entscheidet die Gudensberger Stadtverordnetenversammlung über die Bauleitplanung. Dafür = grünes Licht für die Schlachthoferweiterung. Kaum eine/r wird den Mut aufbringen, dagegen zu stimmen. Oder zumindest eine Vertagung des Entschlusses zu beantragen. Warum eigentlich nicht? Es gäbe mit Sicherheit genug Wähler/innen, die das honorieren würden…

Morgen wird damit auch der Grundstein gelegt für ein neues Image der Stadt Gudensberg. Es ist kein schönes Image. Viele Bürgerinnen und Bürger waren bislang uninformiert – und das kann man ihnen sicher nicht zum Vorwurf machen. Oder hat der Magistrat im Chattengau-Kurier bekannt gemacht, dass im Schlachthof täglich 80.000 Tiere getötet werden? Seit unserer Aufklärungsarbeit ist das in Gudensberg und in Nordhessen einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Vor 5 Jahren wurden seitens der Stadt Vorentscheidungen getroffen. Als wären diese unumstößlich, quasi höhere Gewalt, wird jetzt auf „Besitzstandswahrung“ der Schlachthofbetreiber (Plukon) hingewiesen. Aber heute sind die Bürger/innen informierter und fordern Werte statt Worte. Der Bürgermeister reagiert irritiert.

Nur wenige Menschen zucken die Schultern. Nun haben die Stadtverordneten eine schwere Entscheidung zu treffen. Am Freitag, dem 19. Dezember 2014 entscheiden sie über die Bauleitplanung. Klingt abstrakt, ist aber konkret: Wer für den Bebauungsplan stimmt, hebt seine Hand für eine Schlachthoferweiterung. Und stellt damit die Weichen für eine äußerst ungewisse Zukunft der charmanten Hauptstadt des Chattengaus. Hessische Metropole der Massentötung von Tieren aus Qualzucht? Ein trauriges Prädikat. Das Vertrauen in die parlamentarische Weitsicht schwindet. Wir dürfen wohl leider nicht gespannt sein, was morgen passiert…

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