Unser Leitbild

Unsere Bürgerinitiative setzt sich vor allem im positiven Sinne für etwas ein: eine bäuerliche Landwirtschaft, die Tieren und Menschen, Umwelt und Natur respektvoll begegnet.
 
Die Realität sieht anders aus: grenzenloses Wachstumsdenken, gesteuert vom Interesse der Agrarindustrie an kurzfristigem Gewinn, zerstört mittel- und langfristig den Lebensraum der Menschen, entmutigt und verdrängt bäuerlich wirtschaftende Betriebe, fördert mit der sogenannten Intensivtierhaltung qualvolles Dahinvegetieren von Millionen von Lebewesen und gefährdet durch massiven Medikamenteneinsatz mit unabsehbaren Folgen die Gesundheit der Menschen. Umwelt und Natur leiden unter den Folgen der Massentierhaltung durch verseuchte Luft, Klimaveränderung und kontaminierte Böden, Trinkwasservorkommen werden unbrauchbar, Landschaften zerstört. Auch weltweit hinterlässt diese Form des Wirtschaftens eine Spur des Elends.
 
Unsere Bürgerinitiative will deshalb informieren, motivieren und verändern. Denn niemand kann an den Missständen etwas ändern – außer uns selbst.
 
Wir informieren über bestehende und geplante Anlagen vor allem in unserer Region, dem Chattengau, verstehen uns aber als Teil einer bundesweiten Bewegung. Gemeinsam mit den vielen Menschen vor Ort, denen es schon lange stinkt, wehren wir uns gegen die Errichtung neuer und die Erweiterung bestehender überdimensionierter Maststallanlagen sowie gegen die Erweiterung von Hessens größtem Geflügelschlachthof in Gudensberg. Wir nutzen dabei als Mittel unsere legalen Bürgerrechte. Das reicht von Einsprüchen gegen Planungsverfahren bis hin zu Demonstrationen vor Ort.
 
Wir informieren die Menschen auf allen uns möglichen Wegen und motivieren zusätzlich zu einer Verhaltensänderung, die in der Masse eine starke Waffe ist: zu – auch kleinen – Verhaltensänderungen im Konsum und beim Einkauf. Bleibt Qualfleisch in den Kühlregalen liegen, wird weniger produziert.
 
Weil aber heute schon Überschuss produziert wird und in den Export geht, reicht das Druckmittel des veränderten Konsumverhaltens alleine nicht aus. Wir fordern daher auch von der Politik einschneidende Veränderungen. So muss u.a. die widersinnige EU-Politik gestoppt werden, die sinnloses Wachstum auf Kosten der oben genannten Faktoren subventioniert. Politiker und Politikerinnen aus der Region werden sich künftig auch an ihrer Haltung zu diesem Thema messen lassen müssen.

 

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