Wasser. Was machen wir mit unserem Lebenselixier?

Es sind ein paar harte Fakten, die jedem denkenden Menschen die Zornesröte ins Gesicht treiben:

Deutschland hat die höchste Nitratbelastung des Wassers in der gesamten EU!

Obwohl Gülle und Gärreste aus Biogasanlagen reichlich vorhanden sind, um den notwendigen Stickstoff in den Boden zu bringen, ist es günstiger, künstlichen Mineraldünger zu verwenden. I

Die neue Düngeverordnung der Bundesregierung verspricht zahlreiche Ausnahmen zur Freude der Agroindustrie.

Gewässerbelastung ging früher vor allem von der Industrie aus, heute ist es die Landwirtschaft und besonders die sog. Intensivtierhaltung mit Massen von Gülle, die unser Grundwasser verseucht.

Der vorgeschriebene Grenzwert von 50 mg Nitrat/Liter wird vielerorts massiv überschritten. Besonders auch in unserem Nachbarland Niedersachsen in den Hochburgen der Massentierhaltung. Eine Karte (PDF) kann man hier anschauen und herunterladen.

Ein interessanter, 10minütiger Beitrag vom Sept. 2015 bei frontal21 ist in der ZDF-Mediathek zu finden.

Wasser ist einer von vielen Aspekten, weshalb es sich lohnt, sich gegen Massentierhaltung zu wehren. 

Der Stall vor meiner Tür – Machen Sie mit!

Zunehmend wird Nordhessen zum Ausweichstandort der Massentierhaltung, nachdem in Niedersachsen so gut wie nichts mehr geht. Die industrielle „Produktion“ von Fleisch hat insgesamt, aller Vernunft zum Trotz, längst eine bedenkliche Größenordnung erreicht.

Verlässliche Zahlen werden von den Behörden entweder nicht erhoben oder unter Hinweis auf den Datenschutz nicht veröffentlicht. Deshalb startet die Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung e.V. jetzt eine Aktion, bei der alle Bürgerinnen und Bürger der Region aufgerufen werden, einen Beitrag zu einer Dokumentation zu leisten: Der Stall vor meiner Tür.

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Niemand soll an den Pranger gestellt werden. Wir wollen lediglich zeigen, in welcher Dichte bereits – häufig von der Straße aus nicht zu sehen – Mastställe in Nordhessen entstanden sind. Jeder kann Fotos einsenden an staelle@bi-chattengau.de. Auf jeden Fall muss der Standort vermerkt sein, erwünscht sind auch, wenn möglich, Angaben zur Größe sowie Art und Anzahl der Tiere. Wir bitten um verlässliche Daten.

Wir betonen nochmal: Wir sind weder gegen konventionelle und schon gar nicht gegen Bio-Höfe, die im vernünftigen Umfang wirtschaften. Massentierhaltung beginnt da, wo Ställe in die Prozesskette der Agrarindustrie (Merkmale sind u.a. Futtermittelimporte im großen Umfang, Turbo-Masttiere, Umweltzerstörung) integriert sind.

Geplant sind eine Ausstellung und eine Dokumentation. Kontakt über staelle@bi-chattengau.de

Widerstand gegen TTIP überall

Nach ersten Meldungen (Zeit online) waren über 200.000 Menschen in Berlin auf der Straße, um gegen die Freihandelsabkommen zu protestieren! Für unsere BI ist klar: TTIP & Co. stärken in erster Linie die Agrarindustrie. Auch wenn Siggi Gabriel in ganzseitigen Zeitungsanzeigen Verständnis mimt: Dieses Abkommen ist und bleibt eine ernste Gefahr für alle Bestrebungen, bäuerliche Strukturen zu erhalten und die Profitgier der Investoren zu zügeln.

In Kassel fand eine der zusätzlichen dezentralen Demos statt.

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Gut 1.500 Menschen marschierten vom Bebelplatz zur Kundgebung in die Innenstadt.

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Ein tolles Musikprogramm und Infostände des Nordhessischen Bündnis „Freihandelsabkommen stoppen“ gaben dem Königsplatz mal eine ganz andere Note.

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Auch unsere BI informierte über die zunehmende Zahl von Massentierställen in Nordhessen, was vielen Stadtbewohnern gar nicht bewusst ist.

Danke an die Organisatoren und die HelferInnen vor Ort.

TTIP ist undemokratisch – undurchsichtig – unnütz!

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) nutzt lediglich den Großkonzernen in der EU und USA. Es wird hinter verschlossenen Türen verhandelt, selbst Bundestagsabgeordnete kennen keine Details. Eines aber ist sicher: Der „Abbau von Handelshemmnissen“ ist nicht zum Wohl der Verbraucher.

Für die Landwirtschaft bedeutet das ganz einfach, dass Großinvestoren Tür und Tor geöffnet wird, um die Industrialisierung weiter voranzutreiben. Schon heute gilt Boden als eine der ganz lukrativen Investitionen weltweit. Bäuerliche Strukturen werden dann endgültig zerstört (zu besichtigen etwa in Rumänien, wo Boden an internationale Investmentgruppen verkauft wird).

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Deshalb haben wir uns dem „Nordhessischen Bündnis Freihandelsabkommen stoppen!“ angeschlossen. Darin sind Umweltorganisationen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und andere Initiativen vertreten. Am 10. Oktober 2015 findet in Berlin eine zentrale Demo statt gegen diesen neuerlichen Wahnsinn. Für alle, die hier bleiben wollen, veranstaltet das Nordhessische Bündnis eine Demo in Kassel. Start ist um 13 Uhr am Bebelplatz, Ziel ist der Königsplatz, wo um 14 Uhr eine Kundgebung stattfindet. Auch unsere BI ist am Königsplatz mit einem Infostand vertreten.

Wer verhindern will, dass die Landwirtschaft immer weiter kaputt gemacht wird aus Profitinteresse, kommt zur Demo!

Bunte Demo am Schlachthof Gudensberg

„SO schmeckt UNS die Heimat nicht“ war ein Motto der Demo rund um den Gudensberger Geflügelschlachthof. Auch wenn man es nur erahnen kann, was sich hinter der Fassade dieser industriellen Tötungsanlage abspielt, riechen konnte man es in jedem Fall.

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Gut 150 Demonstranten marschierten die Zufahrt zum Schlachthof hinauf zu einer Kundgebung auf dem Parkplatz der Firma Plukon. BI-Sprecher Andreas Grede sagte, dass alleine die Schlachtzahlen (650.000 Tiere pro Woche, 108.333 pro Tag, 12.000 pro Stunde und somit 200 Tiere pro Minute!!) jeden normal fühlenden Menschen erschüttern müssten. Als Gastrednerin und Vertreterin der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) erzählte die Tierärztin und Landwirtin Jeannette Lange von ihrem Hof, der sich aus der Wachstumsspirale gelöst habe und durchaus einkömmlich sei.

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Ein symbolisches Hühnersterben führten einige „Maskierte“ vor, und die Trommlergruppe unterstützte den Demozug und die Kundgebung.

Einen ausführlichen Bericht und eine schöne Fotostrecke gibt es auf lokalo24.de.

Demo rund um den Schlachthof

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Die Argumente sind bekannt. Es gibt tausend Gründe, am 19.9.2015 in Gudensberg zu demonstrieren. Hier noch mal die Anfahrtsskizze zum Download. Folgende Parkmöglichkeiten wurden vereinbart: Bahnwiesenweg einseitig (Halteverbot wird während der Demo aufgehoben). Bitte den Hinweisen der Ordner folgen. Außerdem für alle, die nicht so gut zu Fuß sind und Menschen mit Kindern: Direkt bei der Ausfahrt (gegenüber Hof Knaust (früher Hof Höhle) in den Wirtschaftsweg einbiegen und am Seitenrand parken, aber erst hinter dem Lager. Immer so stellen, dass ein Traktor mit Hänger noch vorbei kommt. Richtung Marktplatz/Zentrum gibt es noch weitere Möglichkeiten für alle, die gut zu Fuß sind.

 Samstag, 19. Sept. 2015, 11 Uhr (Zufahrt Schlachthof Gudensberg)

Wer heute, Samstag, 12.9.2015 die Fritzlar-Homberger-Ausgabe der HNA liest, reibt sich die Augen. Da wird auf Seite 4 von einem Treffen in Fritzlar berichtet. Eingeladen hatte die „Best3 Geflügelernährung GmbH„, es kamen 130 Landwirte. Zur Einstimmung hatte man zuvor Plukon besichtigt. Tenor: Ja, der Verbraucher, der will halt Tierwohl und solche Sachen. Also: nehmt´s ein paar Küken aus dem Stall. Das wird schon. Sonntagsreden und Beschwichtigungen. Da sagt dann Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke: „Skandale und Verfehlungen Einzelner brächten einen gesamten Berufsstand in Misskredit“. Nett formuliert angesichts der Massentierhaltung, denn der Fehler liegt im System!

Und wer war noch dabei? U.a. Herr Kees van Oers (Geschäftsführer Plukon Food Group) sowie Leo Graf von Drechsel (Präsident Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft).

Alle beieinander sozusagen. Und wirklich erhellend die Aussagen des Herrn van Oers, wir zitieren aus der HNA von heute: „Laut van Oers sei Plukon eine „starke regionale Bindung wichtig“ – um die Kosten niedrig zu halten, aber auch mit Blick auf den Umweltschutz und das Tierwohl.“ (HNA Fritzlar-Homberg, 12.9.2015, Seite 4)

Seit Bestehen unserer Bürgerinitiative haben wir darauf hingewiesen, dass Plukon Signalwirkung haben wird. Dass dieser Großschlachthof Mastanlagen anziehen wird, die mittelfristig den Chattengau verändern werden, und zwar negativ (Beispiel Cloppenburg in Niedersachsen, auch da fing es mal an). Die Antworten damals waren an den Haaren herbeigezogen. Die Tiere würden aus Niedersachsen kommen, sagte Herr Poortinga (Plukon) bei seiner Präsentation Ende 2014. Man könne nur in Gudensberg Mastanlagen verhindern, meinte Bürgermeister Börner. Und der Bauernverband sprach ohnehin gleich von „moderner Intensivtierhaltung“, das sei nun mal so. Und immer wieder die beiden Totschlag-Argumente: Der Verbraucher wolle Billigfleisch, und überhaupt, die Arbeitsplätze…

So eine Veranstaltung ist da viel erhellender. Da sind die Herren unter sich und können Ihre Wachstumsmärchen verbreiten. Die Milchbauern müssten ihre Lektion eigentlich schon gelernt haben. Von wegen „Wachsen oder Weichen“. Nun halt die Geflügelzüchter. Immer mehr und immer mehr, und wenn die Preise fallen, noch mehr. Es gibt ja den Export. Und wenn der zusammenbricht, ruft mal lauthals nach staatlicher Unterstützung (Subventionen).

Übrigens: Verbraucher, die vermeintlich von den billigen Preisen profitieren, zahlen dann den wahren Preis über Subventionen, die von ihren Steuern finanziert werden.

Und nun? Wir vertrauen dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft nicht wirklich. Deshalb machen wir hier was vor Ort.

Plukon Watch nennen wir unser neues Projekt. Wir werden Missstände weiterhin aufdecken, wir werden über die Folgen dieser Tötungsfabrik informieren. Auch wenn einige Politiker versuchen, uns als Träumer und Fanatiker hinzustellen: jeder der nachdenkt, weiß genau, dass Massentierhaltung nichts aber auch gar nichts Gutes hat. Tierqual, die auch Mensch und Umwelt zerstört, so einfach lässt sich das auf den Punkt bringen.

Monitoring

Letztes Jahr haben wir zweimal kraftvoll demonstriert. Es ist Zeit, wieder ein Zeichen zu setzen.

Kommt zur Demo am 19. September 2015 um 11 Uhr (Aufstellung 10.45 h) nach Gudensberg. Diesmal geht es direkt um den Schlachthof. Dazu wollen wir mit kreativen und fantasievollen Kostümen die Öffentlichkeit wachrütteln.

Wir sagen Plukon ganz direkt: Ihr seid hier nicht erwünscht. 

Das Flugblatt zur Demo kann hier runtergeladen werden.

So kommt ihr zur Demo. Bitte beachten: es ist nicht möglich, sein Auto zu parken am Schlachthof. Wir bemühen uns in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und der Polizei, eine gute Lösung zu finden. Grundsätzlich ist es deshalb sinnvoll, Fahrgemeinschaften zu bilden oder mit dem 500er Bus (Haltestelle Rathaus) zu kommen. Sammelpunkt ist am Hof Knaust, aber dort kann auf keinen Fall geparkt werden. Hier eine Anfahrtsskizze.

Wir bleiben am Ball

Kräfte bündeln für einen langen Weg
BI ist jetzt ein eingetragener,  gemeinnütziger Verein

Seit Februar 2014 haben wir bei vielen Aktionen und Info-Veranstaltungen gezeigt, welche schlimmen Auswirkungen die Massentierhaltung für unsere Region hat. Viele Menschen haben uns gesagt, dass sie unsere Arbeit wichtig und gut finden. Leider sind wir oft finanziell an Grenzen gestoßen. Nicht nur Flugblätter drucken kostet Geld, sondern z.B. auch Expertenrat.

Wir rufen deshalb aller UnterstützerInnen und Sympathisanten dazu auf, Mitglied im Verein zu werden und uns dadurch finanziell zu unterstützen. Das geht schon mit 2 Euro im Monat, für Schüler, Arbeitssuchende und Studenten mit 1 Euro/Monat. Wer mehr beisteuern kann, mag das bitte unbedingt tun!

Im Genehmigungsverfahren für die Schlachthoferweiterung in Gudensberg saßen wir einer ganzen Phalanx von Firmenvertretern gegenüber. Wir waren – aus finanziellen Gründen – ohne Rechtsbeistand. Juristisch haben wir also verloren, aber ansonsten keineswegs, denn die „Fabrik“, die täglich über 100.000 Tiere tötet, wird nicht mehr übersehen. Und damit Plukon jetzt nicht einfach macht, was sie wollen, werden wir ein Auge auf den Schlachthof werfen und immer wieder auf Missstände aufmerksam machen.

Außerdem werden wir aufzeigen, dass im Chattengau und ganz Nordhessen immer mehr Ställe gebaut werden – denn die fatale Entwicklung zu immer mehr „Masse“ auf Kosten der Tiere und der Umwelt ist noch nicht gestoppt.

Es gibt also noch viel zu tun! Auch wer nicht aktiv mitmachen kann oder will bei uns kann jetzt ab sofort einen Beitrag leisten für Tier, Mensch und Umwelt. Direkt vor der eigenen Türe. Wir wollen keine Tierfabriken, WEIL wir in die Zukunft blicken.

Hier geht’s zur Mitgliedserklärung.

Tag der Erde in Kassel-Oberzwehren

Am Sonntag, dem 26. April 2015 findet auch in Kassel wieder der Tag der Erde statt. Auf der Großveranstaltung  werden mehrere zehntausend Besucher erwartet. Unsere Bürgerinitiative ist erstmals dabei, und das aus gutem Grund: Massentierhaltung zählt heute eindeutig zu den großen Klimakillern. Das ist um so bedenklicher, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass das „Phänomen“ Massentierhaltung noch recht jung ist. So war es den großen Supermarktketten erst ab dem Jahr 2000 erlaubt, Fleisch in SB-Kühltheken zu verkaufen. Dies war der Startschuss für das verhängnisvolle Preisdumping beim Frischfleisch (viel, schlecht & billig).

Bekannt sind die Folgen schon lange. So schreibt bspw. das Handelsblatt schon im Januar 2008 u.a.: „Nach Berechnung von Experten seien die Beiträge der Rinderhaltung zum Treibhauseffekt etwa ähnlich groß wie die des gesamten Autoverkehrs. Mastviehhaltung erfordere auch einen hohen Energiebedarf. Viehbestände erzeugen das Treibhausgas Methan – vor allem bei Wiederkäuern durch die Verdauung. Aus Mist und Gülle sowie Futtermitteln wird außerdem Distickstoffmonoxid ausgestoßen.“

Deshalb macht es Sinn, direkt vor unserer Haustüre anzufangen und sich gegen immer neue Mastanlagen zu wehren. Die Forderungen unserer BI sind aktueller denn je: Gegen Massentierhaltung, für bäuerliche Landwirtschaft.

Weitere Infos unter Termine.

 

Riesenerfolg für unsere BI-Arbeit

Seit gestern Abend (29.1.2015) ist es quasi „amtlich“: Der Geflügelmäster M. Fuhrmann hat seine Pläne zur Verdreifachung seiner Mastkapazitäten vorerst gestoppt. Der Grund: Druck der Öffentlichkeit. Schon jetzt werden 50.000 Hähnchen in dem Massentierstall auf der Gemarkung Wabern-Zennern in 30 – 40 Tagen zur Schlachtreife gemästet. Weitere 100.000 Plätze wollte der Investor einrichten.

Bereits im Mai 2014 hatte unsere BI eine Mahnwache abgehalten, und hatte den Aufruf bewusst nicht breit propagiert. Unsere Sorge: Wir wollten Herrn Fuhrmann nicht an den Pranger stellen. Trotzdem kamen kurzfristig über 50 Teilnehmer, um direkt vor dem Stall zu demonstrieren. Die Zahlen: In Hessen gibt es bislang „nur“ 285.000 Mastplätze, weitere 100.000 bei Fuhrmann wären in diesem Zusammenhang eine gewaltige Steigerung gewesen.

Wichtig ist das Signal an Investoren, gerade auch im Chattengau. Jeden Tag ist etwas in der Presse zu lesen über die katastrophalen Auswirkungen der Massentierhaltung für Mensch, Natur und Umwelt. Wer also Tierquälerei schulterzuckend akzeptiert, hat dennoch gute Gründe, sich Gedanken zu machen. 40.000 Tote durch multiresistente Keime, das ist die Zahl, die im Moment in den Medien genannt wird. „MRSE und Massentierhaltung“ bei Google eingeben und staunen.

Wir haben es längst aufgegeben, jeden Beitrag im TV oder der Presse oder im Internet hier zu posten. Es sind einfach zu viele!

Unsere Botschaft an alle Investoren der Massentierhaltung ist: Wir leisten Widerstand gegen jeden Stall, in dem Tiere in qualvoller Enge unter schlimmsten Bedingungen gehalten werden. Die Öffentlichkeit ist aufmerksamer geworden, kritischer, wacher. Das Totschlagargument, der Verbraucher wolle nun mal billiges Fleisch, ist abgenutzt. Politiker und Bürger sind aufgerufen, Zeichen zu setzen. „Wer Tiere quält, wird nicht gewählt“. Das gilt auch und sogar besonders in der Lokalpolitik.

Verstecken hinter Verordnungen hilft nicht mehr. Farbe bekennen ist angesagt. Und nachdenken. Denn unser Motto ist einfach aber wahr: Wir wollen keine Tierfabriken, weil wir in die Zukunft blicken. 

Achtung Investoren: Wir sind da, und wir werden immer mehr. Im Chattengau wird nichts gebaut, was keine Zukunft hat. Kurzfristige Gewinne sind kein Grund, die Region zu verseuchen, Tiere zu quälen, verantwortungslos kaputt zu machen, was in Generationen aufgebaut wurde.

Immer mehr Landwirte wollen kein Spielball sein in einem globalisierten Wirtschaftssystem, für das nur Profit und Wachstum zählt.

Deshalb kämpfen wir auch für eine bäuerliche Landwirtschaft und werden jeden Landwirt unterstützen, der sich aus dem Teufelskreis der Massentierhaltung löst!

 

Anhörung zu unseren Einwendungen gegen Schlachthoferweiterung

Es macht Sinn, die Entwicklung des Schlachthofs im Ganzen zu betrachten. Da stehen Konkurse und nun angeblich ein superseriöser Investor. Bedenklich aber ist vor allem, wie die meisten der Lokalpolitiker sich hinter Allgemeinplätzen verschanzen, um das Projekt durchzuziehen oder besser gesagt durchzuwinken. Der sog. Aufstellungsbeschluss, der jetzt Grundlage der Erweiterung ist, wurde vor 5 Jahren (!) gefasst. Da hat das noch keinen interessiert. Aber in den letzten 5 Jahren hat sich glücklicherweise einiges geändert. Wir haben es mittlerweile aufgegeben, interessante Links zu setzen zu Fernsehbeiträgen und Zeitschriften und Websites, so viele Informationen sind es, die zum Wahnsinn Massentierhaltung und ihren Folgen (Tierquälerei, Hormone, multiresistente Keime, Bodenverseuchung, Luftverschmutzung, Welthunger uvm.) veröffentlicht werden. Es ist doch völlig naiv, wenn man behauptet, der Schlachthof habe keine Bedeutung für die Massentierhaltung. Jedes Kind begreift: der Schlachthof braucht Tiere, massenhaft, billig. Und auch wenn die aus Niedersachsen oder sonst woher kommen, kann man doch nicht ernsthaft argumentieren, daran könne man nichts ändern. Verantwortung und Weitsicht gehen anders. Lesen Sie im aktuellen Newsletter, was in den letzten Wochen geschah. Und kommen Sie, wenn es irgendwie geht, zur öffentlichen Anhörung durch das Regierungspräsidium:

Mittwoch, 21. Januar 2015, um 10 Uhr im Gudensberger Bürgersaal (Rathaus)

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