Der Stall vor meiner Tür – Nordhessen im Wandel

In über einjähriger Fleißarbeit haben Mitglieder der Bürgerinitiative Chattengau Stallanlagen im Schwalm-Eder-Kreis fotografisch dokumentiert. Ziel war zunächst eine Bestandsaufnahme. Es geht nicht darum, bäuerliche Betriebe in Misskredit zu bringen. Viele Höfe werden seit Generationen anständig bewirtschaftet.
17-59012-018_Handzettel_Ausstellung.inddFakt ist aber auch: U.a. durch den Geflügelgroßschlachthof in Gudensberg werden Landwirte weiterhin motiviert, neue Großställe zu bauen. Dies hat negative Folgen für den Landkreis: Umwelt und Natur werden belastet, Tiere nicht artgerecht gemästet und Menschen gesundheitlich gefährdet. Massentierhaltung hat zudem keine Zukunft: Immer mehr deutsches Fleisch geht ins Ausland. Doch die Märkte wackeln und sind instabil. China will z.B. seinen Fleischkonsum halbieren.

Die Ausstellung zeigt Details und Zusammenhänge der industriellen Tierhaltung:

  • Landschaftsveränderung durch Monokultur,
  • „Tierwohl“-Reklame und Wirklichkeit,
  • Gülle-Problematik,
  • globale Zusammenhänge,
  • die Märchen der Werbung aber auch alternative Haltungsformen.

Wir meinen: Nordhessische Landwirte dürfen nicht zum Spielball von oft internationalen Großinvestoren werden. Wir wollen keine industriellen Tierfabriken, sondern Landwirtschaft mit Zukunft!

Lesen Sie zum Thema bitte auch den nachfolgenden Beitrag „Fleisch für die Welt“?