Demo rund um den Schlachthof

parken1-plukon-demo-kl

Die Argumente sind bekannt. Es gibt tausend Gründe, am 19.9.2015 in Gudensberg zu demonstrieren. Hier noch mal die Anfahrtsskizze zum Download. Folgende Parkmöglichkeiten wurden vereinbart: Bahnwiesenweg einseitig (Halteverbot wird während der Demo aufgehoben). Bitte den Hinweisen der Ordner folgen. Außerdem für alle, die nicht so gut zu Fuß sind und Menschen mit Kindern: Direkt bei der Ausfahrt (gegenüber Hof Knaust (früher Hof Höhle) in den Wirtschaftsweg einbiegen und am Seitenrand parken, aber erst hinter dem Lager. Immer so stellen, dass ein Traktor mit Hänger noch vorbei kommt. Richtung Marktplatz/Zentrum gibt es noch weitere Möglichkeiten für alle, die gut zu Fuß sind.

 Samstag, 19. Sept. 2015, 11 Uhr (Zufahrt Schlachthof Gudensberg)

Wer heute, Samstag, 12.9.2015 die Fritzlar-Homberger-Ausgabe der HNA liest, reibt sich die Augen. Da wird auf Seite 4 von einem Treffen in Fritzlar berichtet. Eingeladen hatte die „Best3 Geflügelernährung GmbH„, es kamen 130 Landwirte. Zur Einstimmung hatte man zuvor Plukon besichtigt. Tenor: Ja, der Verbraucher, der will halt Tierwohl und solche Sachen. Also: nehmt´s ein paar Küken aus dem Stall. Das wird schon. Sonntagsreden und Beschwichtigungen. Da sagt dann Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke: „Skandale und Verfehlungen Einzelner brächten einen gesamten Berufsstand in Misskredit“. Nett formuliert angesichts der Massentierhaltung, denn der Fehler liegt im System!

Und wer war noch dabei? U.a. Herr Kees van Oers (Geschäftsführer Plukon Food Group) sowie Leo Graf von Drechsel (Präsident Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft).

Alle beieinander sozusagen. Und wirklich erhellend die Aussagen des Herrn van Oers, wir zitieren aus der HNA von heute: „Laut van Oers sei Plukon eine „starke regionale Bindung wichtig“ – um die Kosten niedrig zu halten, aber auch mit Blick auf den Umweltschutz und das Tierwohl.“ (HNA Fritzlar-Homberg, 12.9.2015, Seite 4)

Seit Bestehen unserer Bürgerinitiative haben wir darauf hingewiesen, dass Plukon Signalwirkung haben wird. Dass dieser Großschlachthof Mastanlagen anziehen wird, die mittelfristig den Chattengau verändern werden, und zwar negativ (Beispiel Cloppenburg in Niedersachsen, auch da fing es mal an). Die Antworten damals waren an den Haaren herbeigezogen. Die Tiere würden aus Niedersachsen kommen, sagte Herr Poortinga (Plukon) bei seiner Präsentation Ende 2014. Man könne nur in Gudensberg Mastanlagen verhindern, meinte Bürgermeister Börner. Und der Bauernverband sprach ohnehin gleich von „moderner Intensivtierhaltung“, das sei nun mal so. Und immer wieder die beiden Totschlag-Argumente: Der Verbraucher wolle Billigfleisch, und überhaupt, die Arbeitsplätze…

So eine Veranstaltung ist da viel erhellender. Da sind die Herren unter sich und können Ihre Wachstumsmärchen verbreiten. Die Milchbauern müssten ihre Lektion eigentlich schon gelernt haben. Von wegen „Wachsen oder Weichen“. Nun halt die Geflügelzüchter. Immer mehr und immer mehr, und wenn die Preise fallen, noch mehr. Es gibt ja den Export. Und wenn der zusammenbricht, ruft mal lauthals nach staatlicher Unterstützung (Subventionen).

Übrigens: Verbraucher, die vermeintlich von den billigen Preisen profitieren, zahlen dann den wahren Preis über Subventionen, die von ihren Steuern finanziert werden.

Und nun? Wir vertrauen dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft nicht wirklich. Deshalb machen wir hier was vor Ort.

Plukon Watch nennen wir unser neues Projekt. Wir werden Missstände weiterhin aufdecken, wir werden über die Folgen dieser Tötungsfabrik informieren. Auch wenn einige Politiker versuchen, uns als Träumer und Fanatiker hinzustellen: jeder der nachdenkt, weiß genau, dass Massentierhaltung nichts aber auch gar nichts Gutes hat. Tierqual, die auch Mensch und Umwelt zerstört, so einfach lässt sich das auf den Punkt bringen.

Monitoring

Letztes Jahr haben wir zweimal kraftvoll demonstriert. Es ist Zeit, wieder ein Zeichen zu setzen.

Kommt zur Demo am 19. September 2015 um 11 Uhr (Aufstellung 10.45 h) nach Gudensberg. Diesmal geht es direkt um den Schlachthof. Dazu wollen wir mit kreativen und fantasievollen Kostümen die Öffentlichkeit wachrütteln.

Wir sagen Plukon ganz direkt: Ihr seid hier nicht erwünscht. 

Das Flugblatt zur Demo kann hier runtergeladen werden.

So kommt ihr zur Demo. Bitte beachten: es ist nicht möglich, sein Auto zu parken am Schlachthof. Wir bemühen uns in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und der Polizei, eine gute Lösung zu finden. Grundsätzlich ist es deshalb sinnvoll, Fahrgemeinschaften zu bilden oder mit dem 500er Bus (Haltestelle Rathaus) zu kommen. Sammelpunkt ist am Hof Knaust, aber dort kann auf keinen Fall geparkt werden. Hier eine Anfahrtsskizze.