Aufruf zur Demo am 22. Februar 2014

Aufwachen.

Wir sind alle betroffen im Chattengau. Immer mehr Schlacht- und Mastbetriebe in Nordhessen: das geht nicht spurlos an uns vorbei. Die Folgen sind gravierend. Für uns und unsere Kinder. Aber wir sind nicht ohnmächtig. Im Gegenteil. Wenn wir unseren Willen demonstrieren, wird das gehört. Auch wenn es scheinbar schon vollendete Tatsachen gibt. Es ist immer noch Zeit zum Aufstehen!

Wie wollen wir leben?

 Im Gudensberger Geflügelschlachthof werden täglich 90.000 Tiere geschlachtet. Durch die Änderung des Flächennutzungsplans ist eine Erweiterung des Betriebes vorbereitet. Möglich ist eine Verdoppelung der Schlachtkapazität auf täglich 180.000 Tiere.

Was heißt das für Gudensberg und Umgebung?

Ganz konkret: Es würden mit Sicherheit weitere „Intensivmastanlagen“ entstehen, und zwar in unmittelbarer Nähe. Und das stinkt nicht nur im schlimmsten Sinne des Wortes zum Himmel.

Fakt ist: Niedersachen hat heute eine Kapazität von 36.500.000 (36,5 Millionen!) Mastplätzen, Hessen bisher „nur“ 544.000 Plätze, die meisten davon in Nordhessen. Allerdings mit einer Wachstumsrate von 239% in nur drei Jahren! Umweltfolgen in Niedersachsen: Nitrat in Gülle und Mist dringt ins Grundwasser ein. Das Wasser an jeder 8. Messstelle kann nicht mehr als Trinkwasser verwendet werden. Außerdem gelangen über das Mastfleisch Antibiotika in die Küchen und sorgen beim Menschen für Resistenzen mit unvorhersehbaren Folgen.

(Quelle: HR-Fernsehen, Hessenschau vom 17.11.2013)  

 

Unsere Stärke

Wenn alles der Ökonomie – der Wirtschaftlichkeit und dem Gewinn – untergeordnet wird, verlieren Mensch, Tier und Natur. Man kann deshalb zu Recht wütend werden. Und man kann etwas tun. Jede und jeder Einzelne. Denn die Macht der Verbraucher ist größer als es scheint. Die Abstimmung findet an den Scannerkassen statt. Wenn die Sonderangebots-Hähnchen in den Kühlregalen liegen bleiben, ändert sich das Angebot. Bei Eiern muss heute selbstverständlich die Herkunft ersichtlich sein. Beim Fleisch täuschen idyllisch gestaltete Verpackungen eine natürliche Aufzucht der Tiere vor, die auf dem Weg zum Schlachthof oft das erste Mal Tageslicht gesehen haben.

Tierquälerei, verseuchtes Wasser, überlastete Böden, MRSA, Gefahren für Mensch und Natur. Immer mehr Menschen sagen Nein zu diesem Wahnsinn. Selbst gegen die Macht der Agrarlobbyisten mit millionenschweren Etats können wir uns wehren, 250 Bürgerinitiativen in Deutschland tun es.

Auch in Gudensberg setzen wir uns ein für eine bäuerliche Landwirtschaft und wehren uns gegen Agrarfabriken mit ihren weitreichenden Folgen für die Allgemeinheit.

Deshalb ruft die „Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung“ alle, die gegen Tierquälerei und die unabsehbaren Folgen der Massentierhaltung für Gudensberg und den Chattengau sind zur Demo auf.

 

Samstag, 22. Februar 2014

Treffpunkt um 11 Uhr, vor dem Parkplatz der GAZ
(Dr.-Georg-August-Zinn-Schule Gudensberg),
Schwimmbadweg 30, Gudensberg

 

v.i.S.d.P. Sandra Pöhlmann, Emstalstraße 13, 34305 Niedenstein