Auf diese Labels sollten Sie beim Einkauf achten!

Bioland

Die Anzahl der Tiere auf einem Bioland-Betrieb ist an die bewirtschaftete Fläche gebunden. Das heißt: es dürfen nur so viele Tiere gehalten werden, wie Futter auf den eigenen Betriebsflächen erzeugt werden kann. Die Tiere werden artgerecht gehalten: Ob Rind, Schwein oder Huhn, die Tiere haben allesamt Zugang zu Auslaufflächen oder Weidegang. Erkrankt ein Tier, werden bevorzugt Naturheilverfahren und homöopathische Mittel eingesetzt. Antibiotika oder Hormone als Leistungsförderer sind bei Bioland tabu.

 

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Bei dem privaten Verband Naturland (und auch Bioland) erhalten die Tiere Öko-Futter, sie bekommen keine Hormone. Medikamente sind nur in Ausnahmefällen gestattet. Der Transportweg zur Schlachtstätte wird möglichst kurz gehalten. Bei Naturland hat ein Schwein mindestens 0,8 – 1,5 qm Platz (je nach Gewicht). Ein Mastschwein in der konventionellen Zucht muss sich dagegen mit 0,5 – 1,0 qm begnügen. Außerdem kommen die Tiere in der konventionellen Mast nicht raus. Ein wichtiges Kriterium, das bei Naturland und Bioland Vorschrift ist: Alle Tiere müssen Zugang zu Auslaufflächen oder Weidegang haben!

Ebenfalls empfehlenswert ist Naturland beim Fischkauf. In den Aquafarmen, die nach Naturland-Richtlinien arbeiten, müssen Fische genug Platz haben und bekommen nur Öko-Futter. Mit „Naturland Wildfisch“ wird nachhaltige Fischerei zertifiziert.

 

demeter_logoDieses Label steht für eine biologisch-dynamische Landwirtschaft. Tiere werden als Mitgeschöpfe betrachtet, sie gehören zum Hof und seiner Kreislaufwirtschaft dazu. Daher ist die Tierhaltung auf
Demeter-Höfen sogar Pflicht. Tierwohl bedeutet: „wesensgemäße“ Tierhaltung – das ist mehr als „artgerecht“. Die Tiere leben in Herden, bekommen biodynamisch erzeugtes Futter und werden bei Krankheiten homöopathisch behandelt. Eine Besonderheit bei Demeter: Die Kühe behalten ihre Hörner, das ist bei anderen Öko-Verbänden nicht unbedingt ein Muss.

Bio-Siegel-EG-Öko-VO-DeutschlandIm Vergleich mit Bioland, Naturland, Demeter und Neuland bietet das staatliche Bio-Siegel und das europäische grüne Blatt ähnliche Standards in puncto Tiermast und Tierfutter. Grundlage ist die EU-Öko-Verordnung. Der deutlichste Unterschied ist dieser: Die Kreislaufwirtschaft (nur so viele Tiere halten, wie das Futter vom eigenen Hof hergibt und wie der Acker an Gülle vertragen kann) gilt hier nicht!

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Betriebe, die dieses Siegel tragen, müssen auch nicht komplett auf Bio umstellen, sondern Bio-Mast und konventionelle Mast dürfen auf einem Hof nebeneinander betrieben werden. Dies birgt die Gefahr von Vermischung und wenig Transparenz.

 

 

6_18-hfh-logokachel_ascDiese Label wurde entwickelt für Fisch und Meeresfrüchte. Die Wildbestände sollen geschont und nachhaltig gefischt werden. Es gibt Standards zum Einsatz von Medikamenten, zu Sterblichkeits-rate und Besatzdichte der Farmen. Aber es gibt auch Kritik an der Qualität des Futters. Der ASC ist daher kein Premium-Label wie etwa das von Naturland für Zuchtfische.

 

 pdf-download-kleinBio-Labels im Überblick

  pdf-download-kleinHochwertige und fair erzeugte Produkte